|
Dez
04
|
Sterbegeldversicherung macht nur wenig Sinn |
Der Bund der Versicherten (BDV) hält die Sterbegeldversicherung für eine Versicherung, wie sie überflüssiger nicht mehr sein kann. Thorsten Rudnik vom BDV äußerte sich kürzlich über diese Versicherung. Die einzuzahlenden Prämien seien tatsächlich höher, als das Geld, den man im Sterbefall heraus bekommt.
Das ist durchaus nachvollziehbar: Versicherungen decken mit den Prämien immer ihr eigenes Risiko ab. Eine Sterbegeldversicherung hat den Hintergrund, den Hinterbliebenen einen Betrag zu bieten, mit dem die Kosten für die Beerdigung, die häufig teuer wird, gedeckt werden können. Nachdem die Sterbegeldversicherung den Versicherungsfall Tod hat und weil davon auszugehen ist, dass die Versicherten tatsächlich versterben werden, liegt das Risiko für die Versicherungsunternehmen bei 100 Prozent.
Um dieses Risiko abzudecken, müssten die Versicherungen höhere Prämien einnehmen, als sie letzten Endes ausbezahlen – daher ist die Sterbegeldversicherung für den Bund der Versicherten einzig und allein eine Methode, um die Versicherungsunternehmen zu finanzieren. Rudnik empfiehlt dem Verbraucher, seine Gelder lieber sicher auf einem Tagesgeldkonto oder wahlweise auch in sinnvolle Versicherungen zu investieren – hiervon hätten die Hinterbliebenen wesentlich mehr. So zahlt beispielsweise ein 45-jähriger Verbraucher monatlich 13,22 Euro, um eine Summe von 4.500 Euro ausbezahlt zu bekommen.
Bei einer derzeit durchschnittlichen Lebenserwartung von 78 Jahren zahlt der Kunde allerdings 5.235 Euro ein – somit gehen rund 700 Euro verloren. Diese 700 Euro können für die letzte Ruhestätte schon einiges mehr bedeuten. Sinnvoll angelegt, gibt es auf die einbezahlten Prämien sogar noch Zinsen, sodass es auf ein Plus von mehr als 700 Euro hinausläuft.
Kommentare
Schreibe einen Kommentar








