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Jun
11
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Fake Unfälle häufen sich |
Versicherungsbetrug ist eine schwere Straftat – zumindest normalerweise.
Doch zunehmend mehren sich Autounfälle mit erheblichen Blech-, zum Teil sogar Personenschäden, die vorsätzlich herbei geführt werden. Ziel der oft organisierten Banden ist es dabei, möglichst viel Geld von der Versicherung des scheinbaren Unfallverursachers zu kassieren. Dabei gibt es den typischen Auffahrunfall, der dadurch provoziert wird, dass man bei einer gelben Ampel in letzter Sekunde noch scharf abbremst. Der Hintermann fährt auf, die Schuldfrage scheint eindeutig zu sein. Die Kfz-Haftpflicht muss zahlen. Aber auch bei Kreuzungen, an denen rechts vor links gilt, gibt es einige Fahrer, die solange warten, bis ein Auto kommt und dann doch noch los fahren. Der andere Fahrer hat keine Chance mehr abzubremsen oder auszuweichen, unweigerlich kommt es zum Unfall. Auch hier scheint die Schuldfrage eindeutig.
Die Versicherer schätzen den Schaden, der auf diese Art und Weise jährlich entsteht auf gut 1,5 Milliarden Euro. Also eine nicht zu verachtende Summe. Bei solchen vorsätzlich herbei geführten Unfällen ist es aber alles andere als einfach, zu beweisen, dass der Unfall mit Absicht verursacht wurde. Rechtlich gesehen gilt dies zwar als gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, der mit Geldstrafen oder auch mit Freiheitsstrafen zwischen einem und zehn Jahren geahndet werden kann, doch dies ist eben nur Theorie. Praktisch lässt sich der Betrug kaum nachweisen.
Sollte man dennoch der Meinung sein, der Unfall sei absichtlich verursacht worden, so ist es ratsam, die Polizei hinzu zu ziehen. Diese kann dann den Unfall aufnehmen und von allen Seiten Fotos machen. So kann evtl. der Unfallhergang rekonstruiert werden. Problematisch dabei: Die Unfälle werden nicht zentral erfasst. Man kann also nicht herausfinden, ob ein bestimmtes Fahrzeug oder ein bestimmter Fahrer schon mehrfach in ähnliche Unfälle verwickelt war.
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